Herstellung

Biogas enthält neben einem Methan-Gehalt von ca. 55% auch wesentliche Anteile an Kohlendioxid. Hinzu kommen geringe Mengen von Schwefelwasserstoff und anderen Spurengasen. Als Kraftstoff nutzbar ist aber nur das Methan, das chemisch betrachtet mit Erdgas identisch ist. Die Abtrennung des Methans von den restlichen Biogas-Bestandteilen ist deshalb eine entscheidende Voraussetzung.

Dafür existieren zurzeit zwei noch im Entwicklungsstadium befindliche Verfahren: Bei der Druckwechsel-Adsorption wird nach einer Entschwefelungs-Stufe das Kohlendioxid durch ein so genanntes Kohlenstoff-Molekularsieb entfernt, das unter Druck CO2 adsorbieren kann.

Das zweite Verfahren, die so genannte Tieftemperatur-Rektifikation, zerlegt Biogas bei deutlich unter -100 °C in seine verschiedenen Bestandteile.

Im Rahmen einer von FNR/BMELV geförderten Studie "Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz" werden die genannten Verfahren diskutiert und ihre Realisierung im Hinblick auf technische, rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen untersucht. Diese Studie kann unter dem Link Mediathek bestellt bzw. heruntergeladen werden.

Eine alternative Möglichkeit zur Gewinnung von Methan, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen dürfte, ist die so genannte SNG-Route. SNG steht für Synthetic Natural Gas. Gemeint ist damit aus Synthesegas gewonnenes Methan, wobei das Synthesegas wiederum aus der Vergasung von Biomasse stammt. Bei der Biomassevergasung für SNG handelt es sich um den gleichen Prozess wie bei der 1. Stufe der BtL-Herstellung, Synthesegas aus Biomasse kann also für die BtL- oder für die SNG-Route verwendet werden.

Weitere Informationen zur Herstellung von Biogas finden Sie unter www.bio-energie.de / Biogas.

 

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