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Umweltaspekte
Mit zunehmenden Einsatz von Biokraftstoffen gewinnt ihre nachhaltige Erzeugung immer mehr an Bedeutung. Gegenwärtig ist das Marktangebot noch auf Biokraftstoffe der ersten Generation beschränkt, was mit einem hohen Flächenverbrauch sowie einem intensiven Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verbunden ist.
In Deutschland bietet das Biokraftstoffquotengesetz die Möglichkeit, dieser Entwicklung entgegen zu steuern, indem die Steuerentlastung von Biokraftstoffen von der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien abhängig gemacht wird. Einen weiteren Lösungsansatz bieten das Bundeslandwirtschaftsministerium und die Fachagentur. Im Herbst 2006 haben sie ein umfangreiches, insgesamt vierstufiges Projekt zur Zertifizierung von Biokraftstoffen (Förderkennzeichen: 22016706) aufgelegt, in dem ein Masterplan für die Einführung eines Zertifizierungssystems für Biomasse und Biokraftstoffe erarbeitet und global zum Einsatz gebracht werden soll.
Energiebilanzierung
Bei der Energiebilanzierung betrachtet man den gesamten Lebensweg vom Anbau der pflanzlichen Rohstoffe über die Ernte und Weiterverarbeitung bis zum Einsatz im Motor.
Erneuerbare Kraftstoffe tragen zum Nettoenergiegewinn bei, wenn der Energiegehalt des Kraftstoffs (Output) den Energieaufwand zu seiner Herstellung (Input) übertrifft. In der Regel weisen Biokraftstoffe positive Energiebilanzen auf, d. h. im Kraftstoff steht für die motorische Nutzung mehr Energie zur Verfügung als vorher für seine Erzeugung aufgewendet werden muss.
Um die Energieeffizienz besser vergleichen zu können, bedient man sich des so genannten Output/Input-Verhältnisses. Je geringer der Energiebedarf bei der Kraftstoffherstellung, desto besser stellt sich der Nettoenergiegewinn dar.
Planzenöl
Aufgrund des einfachen Herstellungsprinzips hat reines Pflanzenöl eine positive Energiebilanz. Das Output/Input-Verhältnis beträgt ca. 3-5/1. Damit weist Pflanzenöl als Kraftstoff auch erheblich CO2-Einspareffekte auf. Zudem ist Pflanzenöl als Naturprodukt nicht toxisch, schnell biologisch abbaubar und nach deutscher Gesetzgebung in die niedrigste Wassergefährdungsklasse eingestuft.
Biodiesel
Mit seiner positiven Energiebilanz - der Nettoenergiegewinn liegt bei etwa dem 2- bis 3-fachen der für die Herstellung und Logistik eingesetzten Energie – spart Biodiesel große Mengen Erdöl als auch fossiler CO2-Emissionen ein.
Biodiesel ist durch das Umweltbundesamt in die Wassergefährdungsklasse 1 für schwach wassergefährdende Stoffe eingestuft worden, während sich Diesel in Klasse 2 "wassergefährdend" und Benzin in Klasse 3 "stark wassergefährdend" befindet. In Untersuchungen zur biologischen Abbaubarkeit wurde festgestellt, dass Biodiesel in 21 Tagen zu über 98 Prozent abgebaut wird.
Bioethanol
Im Vergleich zu Ottokraftstoffen reduziert Bioethanol, das in modernen Produktionsanlagen hergesellt wird, die Treibhausgasemissionen deutlich. Neben der CO2-Einsparung von ca. 30% spricht auch die positive Energiebilanz für den Kraftstoff Bioethanol. Ethanol ist biologisch gut abbaubar stellt keine Gefahr für Böden und Gewässer dar.